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Junkies in Südafrika berauschen sich mit Aids-Medikamenten - HIV-Patienten werden immer öfter beraubt

Agence France-Presse - Juli 2, 2008


Johannesburg, 2. Juli (AFP) - Aidspatienten aus der Umgebung der südafrikanischen Stadt Durban werden immer häufiger Opfer von Kriminellen, die ihre Medikamente zur Herstellung von Rauschmitteln rauben. Ein bei den HIV-Erkrankten lebensverlängernd wirkendes Arzneimittel werde mit Marihuana vermischt und in den Armenvierteln der Küstenstadt an Drogenabhängige verkauft, teilte das örtliche Gesundheitsamt am Mittwoch mit. Unter anderem hatten sich mehrere Patienten aus dem Prince Mshiyeni Memorial Krankenhaus südlich von Durban beschwert, dass ihnen Kriminelle auf dem Heimweg einen Hinterhalt stellten. Bei anderen stellten Einbrecher die Wohnung auf den Kopf.

"Diese Praxis ist beunruhigend. Eine große Zahl an HIV-Patienten benötigt die staatlich finanzierte Behandlung, um gesund zu bleiben", sagte die Sprecherin des Gesundheitsamts. Sollte sich der Trend fortsetzen, drohten in den Krankenhäusern und Gesundheitszentren die Medikamente auszugehen. Das Gesundheitsamt wies Medienberichte zurück, nach denen medizinisches Personal in den Verkauf der Medikamente verwickelt sein soll. "Alle Medikamente werden in der Krankenhausapotheke aufbewahrt und nur bestimmte Pfleger haben Zugang dazu", sagte die Sprecherin weiter.

Die Mischung aus dem Aids-Medikament Stocrin und Marihuana kann nach Angaben einer südafrikanischen Gesundheitsexpertin tödlich wirken. Sie zerstöre das Immunsystem und vermindere die Abwehrkraft des Körpers. Südafrika hat die weltweit höchste Zahl an HIV-Infizierten. Rund 5,5 der 44 Millionen Einwohner sind mit der Immunschwächekrankheit infiziert.

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