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WHO: Mehr HIV-Infizierte in Entwicklungsländern bekommen Medikamente - Knapp sieben Millionen Betroffene wurden 2007 nicht behandelt

Agence France-Presse - Juni 2, 2008


Genf, 2. Juni (AFP) - In den Entwicklungsländern ist die Behandlung von HIV-Infizierten mit geeigneten Medikamenten laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den vergangenen Jahren deutlich ausgedehnt worden. 2007 seien dort knapp drei Millionen Menschen mit antiretroviralen Medikamenten behandelt worden und damit vier Mal mehr Betroffene als 2003, sagte WHO-Chefin Margaret Chan am Montag in Genf. Diese Entwicklung sei "ein bemerkenswerter Erfolg für die öffentliche Gesundheit". "Das beweist, dass mit Einsatz und Bestimmtheit große Hindernisse überwunden werden können", betonte Chan. Von den neuen Therapien wurden demnach drei Viertel in Afrika begonnen. Zu dem Anstieg trugen laut WHO niedrigere Arzneipreise und bessere Verteilungssysteme bei.

Die WHO hob zugleich hervor, dass im Kampf gegen Aids noch viel zu tun sei. Von insgesamt 9,7 Millionen HIV-Infizierten in den Entwicklungsländern hätten noch 6,7 Millionen Betroffene keinen Zugang zu den notwendigen Arzneien, hieß es in einem gemeinsamen Bericht von WHO, UNAIDS und dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF. Außerdem stieg der Medikamentenbedarf, weil mehr Menschen sich auf das Immunschwächevirus testen ließen. Positiv bewertete die WHO, dass durch eine bessere Versorgung von schwangeren HIV-Infizierten die Gefahr einer Übertragung des Virus auf ungeborene Kinder verringert wurde. Nach 350.000 infizierten Schwangeren im Jahr 2006 hätten im vergangenen Jahr fast 500.000 werdende Mütter Aids-Medikamente bekommen.

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