
Paris, 28. August (AFP) - Fotografen und Journalisten verfolgten Prinzessin Diana auf Schritt und Tritt, in den Jahren vor ihrem Tod war sie wohl die meistfotografierte Frau der Welt. Was ihr einerseits kaum eine Privatsphäre ließ, nutzte sie andererseits auch für den guten Zweck: Die zweifache Mutter setzte sich jahrelang sehr medienwirksam für Aids-Kranke und Opfer von Landminen ein. Ein Gedächtnisfonds in Großbritannien verwaltet die Spenden, die seit ihrem Tod zusammengekommen sind.
Schon in den ersten Stunden nach ihrem tödlichen Verkehrsunfall legten Fans der 36-jährigen Prinzessin Blumen, Karten und auch Umschläge mit Geld am Kensington Palace in London nieder, wo sie zuletzt gelebt hatte. Weil schnell klar war, dass eine große Summe zusammenkommen würde und das Geld irgendwie verwaltet werden musste, gründeten Angehörige und Vertraute der Prinzessin wenige Tage später einen Gedächtnisfonds.
In den ersten Wochen und Monaten nach Dianas Tod spendeten Anhänger rund zwanzig Millionen Pfund (knapp dreißig Millionen Euro), damit ihre wohltätige Arbeit fortgesetzt werden konnte. Das meiste Geld nahm "The Diana, Princess of Wales Memorial Fund" aber durch den Verkauf von Andenken ein: Zusammen mit einer Großspende des britischen Popstars Elton John und Einnahmen aus seinem neu aufgenommenen Stück "Candle in the Wind" kamen so weitere 80 Millionen Pfund zusammen. Elton John war mit der Prinzessin befreundet und widmete ihr das Stück bei der Feier zu ihrer Beerdigung in London.
In den vergangenen Jahren konnte der Fonds nach eigenen Angaben rund 76 Millionen Pfund für Hilfsprojekte in aller Welt zusagen. Der Diana-Fonds will "benachteiligten und an den Rande gedrängten Menschen" helfen, wie es auf der Internetseite heißt. Ziel sind demnach vor allem an Aids- und Krebskranke, die im Sterben liegen, benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie Flüchtlinge und Asylsuchende in Großbritannien. Zudem will der Fonds weiter über die Gefahr von Landminen aufklären. In den kommenden fünf bis neun Jahren will die Organisation ihr Geld nach und nach ausgeben, ihre Arbeit dann langsam einschränken und schließlich ganz einstellen.
+++ Der Gedächtnisfonds im Internet unter www.theworkcontinues.org +++
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