
Korbach, 18. August (AFP) - Die am Samstag in Kabul entführte Deutsche arbeitet für das christliche Hilfswerk ora international mit Sitz im hessischen Korbach. Die Organisation betreibt in Afghanistan am östlichen Stadtrand von Kabul seit 1993 eine Klinik. Sie konzentriert sich darüber hinaus auf Gesundheitsaufklärung der Bevölkerung. Dies gelte vor allem der Immunschwächekrankheit Aids, die inzwischen auch in Afghanistan ernst genommen werden müsse, heißt es auf der Homepage von ora international.
Die Organisation, die sich selbst trotz ihrer christlichen Werte auch als überkonfessionell bezeichnet, wurde 1981 von dem Deutschen Heinrich Floreck gegründet. Ihr Ziel ist die Entwicklungshilfe, Katastrophenhilfe und die Übernahme von Kinderpatenschaften. Ansonsten hilflosen Kindern soll ausreichende Ernährung, medizinische Grundversorgung, gute Kleidung sowie eine Schul- und Berufsausbildung gesichert werden. Das Hilfswerk engagiert sich nach eigenen Angaben zur Zeit mit Projekten in 30 Ländern.
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat die Schirmherrschaft für das Kinderhilfswerk von "ora international", weil es "unser gemeinsames Bestreben" sein müsse, "insbesondere Kindern ein glückliches, gesundes und friedliches Aufwachsen zu ermöglichen".
Ora ist Mitglied des Deutschen Spendenrats und hat sich damit verpflichtet, öffentlich Rechenschaft über Einnahmen, Mittelverwendung, Projekte und Strukturen der Organisation abzulegen.
Der Name ORA stand nach Angaben des Hilfswerks ursprünglich für die englischen Wörter "Orphans, Refugees and Aid" (Flüchtlings- und Waisenhilfe). Heute werde der Begriff aber als Eigenname verstanden. Ora steht aber zudem im lateinischen für "bete" nach dem bekannten Ausspruch "ora et labora" - bete und arbeite.
+++ Weitere Informationen unter www.ora-international.de +++
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