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Experten empfehlen männliche Beschneidung zur Aids-Prävention - Eingriff kann Infektionsrisiko um 60 Prozent verringern

Agence France-Presse - März 28, 2007


Paris, 28. März (AFP) - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Aidsprogramm der Vereinten Nationen (UNAIDS) empfehlen die Beschneidung von Männern zur Aids-Prävention. Die Beschneidung könne als zusätzliches Mittel zur Vermeidung der Übertragung des HI-Viruses von Frauen auf Männer eingesetzt werden, könne andere Präventionsmaßnahmen jedoch nicht ersetzen, sagte der Leiter der HIV/Aids-Abteilung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Kevin de Cock, am Mittwoch in Paris. Studien in Kenia, Uganda und Südafrika zufolge reduziert die Beschneidung das Risiko einer HIV-Infektion heterosexueller Männer um bis zu 60 Prozent. Millionen von Menschenleben könnten demnach gerettet werden, wenn der Eingriff flächendeckend vorgenommen werde.

Die Empfehlung gilt den Angaben zufolge vor allem für Länder mit einer hohen heterosexuellen Infektionsrate von HIV und wenigen beschnittenen Männern. 5,7 Millionen neue Ansteckungen und drei Millionen Todesfälle könnten laut WHO und UNAIDS im Laufe von 20 Jahren verhindert werden, wenn Beschneidung südlich der Sahara flächendeckend vorgenommen würde. In Gegenden, in denen Aids vor allem unter Risikogruppen wie Homosexuellen und Drogenabhängigen verbreitet ist, könne sie einen individuellen Schutz darstellen, werde sich auf die Allgemeinheit jedoch kaum auswirken.

Der medizinische Grund für den präventiven Effekt des Eingriffs wird noch erforscht. Die Vorhaut, die bei der Beschneidung entfernt wird, hat offenbar Eigenschaften, die ein Eindringen des HI-Virus in das männliche Blut bei kleineren Verletzungen erleichtern.

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