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Indische Regierung lässt Aids-Behandlung der Ärzte untersuchen - Viele Mediziner verschreiben laut UNO falsche Medikamente

Agence France-Presse - Februar 18, 2007


Neu Delhi, 18. Februar (AFP) - Um den vielen HIV-infizierten Indern besser helfen zu können, lässt die Regierung in Neu Delhi nun die Behandlungsmethoden der Ärzte untersuchen. "Wir wollen herausfinden, ob die Ärzte die richtigen Medikamente in der richtigen Dosierung geben", sagte die Leiterin der indischen Aids-Organisation NACO, Sujatha Rao, am Sonntag der Nachrichtenagentur Press Trust of India. "Wir haben herausgefunden, dass Ärzte nicht hinreichend ausgestattet sind."

Die Aids-Organisation der Vereinten Nationen (UNAIDS) in Genf hatte unlängst festgestellt, dass viele indische Ärzte ihren Patienten falsche Medikamente verschreiben - nämlich solche, die zur Nachbehandlung der Immunschwächekrankheit gedacht sind. Der für Indien zuständige UNAIDS-Koordinator Denis Broun warnte davor, dass dies langfristig dazu führen könne, dass die Patienten therapieresistent würden.

Indien ist eines der am stärksten von Aids betroffenen Länder der Welt - nur in Südafrika sind mehr Menschen mit dem HI-Virus infiziert: Von 1,1 Milliarden Einwohnern Indiens tragen 5,7 Millionen Menschen das Virus in sich. Zugleich gehört Indien zu den Staaten, in denen das wenigste Geld für die Gesundheit der Menschen ausgegeben wird.

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