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UNO: Aids breitet sich vor allem in Asien weiter aus - Experten sehen aber ermutigende Zeichen im Kampf gegen Epidemie

Agence France-Presse - November 21, 2006


Genf, 21. November (AFP) - Die Immunschwächekrankheit Aids breitet sich vor allem in Asien immer weiter aus. Begünstigt werde die Epidemie durch eine Kombination aus dem Handel mit ungeschütztem Sex, Geschlechtsbeziehungen zwischen Männern und dem Konsum injizierbarer Drogen, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht des Aids-Programms der Vereinten Nationen (UNAIDS). Weltweit leben demnach rund 39,5 Millionen Menschen mit dem HI-Virus, das sind etwa 2,6 Millionen mehr als 2004. Jeden Tag infizieren sich rund 11.000 Menschen neu, das sind geschätzte 4,3 Millionen jährlich.

Die größte Ausbreitung in 2006 war laut UNAIDS in den Ländern der früheren Sowjetunion sowie Süd- und Südostasien zu beobachten. In Osteuropa und Zentralasien war ein Anstieg neuer Fälle um 70 Prozent zu verzeichnen; dort gehen die Infektionen hauptsächlich auf den Konsum injizierbarer Drogen zurück. In Südostasien starben laut UNAIDS in diesem Jahr bislang rund 630.000 Menschen an Aids. Insgesamt schätzt die UN-Organisation die Zahl der HIV-Infizierten in Asien auf 8,6 Millionen, davon steckten sich fast eine Million in diesem Jahr neu an.

In einigen Ländern sehen sich die Experten im Kampf gegen Aids aufgrund eines veränderten Sexualverhaltens von Jugendlichen ermutigt. Ein Rückgang der Ansteckungsrate bei Jugendlichen ist laut UNAIDS vor allem in Kenia, den Städten der Elfenbeinküste, Malawis und Simbabwes und im ländlichen Botsuana zu verzeichnen. "Der weitere Verlauf der weltweiten HIV-Epidemie hängt in vielerlei Hinsicht vom Verhalten der jungen Leute ab", heißt es in dem Bericht. Vor allem in Ostafrika gebe es positive Veränderungen. Dennoch trage Afrika südlich der Sahara mit zwei Dritteln der weltweiten Aids-Fälle die Hauptlast der Epidemie. Durchschnittlich 5,9 Prozent der 15- bis 49-Jährigen in der Region lebten mit dem HI-Virus; der weltweite Durchschnitt liegt bei einem Prozent.

+++ Der Bericht im Internet unter: http://www.unaids.org/en/HIV_data/default.asp

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