
Berlin/New York, 18. September (AFP) - Lungenentzündung ist nach einer Studie von UNICEF und WHO die weltweit häufigste Todesursache bei Kindern. Auf der ganzen Welt sterben demnach jährlich schätzungsweise zwei Millionen Kinder an dieser Krankheit, wie das UN-Kinderhilfswerk und die Weltgesundheitsorganisation in der Studie "Pneumonia: The Forgotten Killer of Children" feststellen. Besonders betroffen seien Kleinkinder unter fünf Jahren, bei denen die Pneumonie häufiger als Aids, Malarie und Masern zusammen zum Tode führe. UNICEF sollte den Pneumonie-Bericht am Montag auf dem "Child Survival Symposium" in New York vorstellen, wie Gesundheitsorganisationen in Berlin mitteilten.
In der Studie fordern die Experten einen schnellen Ausbau von Präventionsmaßnahmen und Therapien. Alle Staaten werden aufgefordert, mehr Initiative zu ergreifen. So sollten vorbeugende Maßnahmen wie Impfungen schnell und global zum Einsatz kommen. Würden der Prävention eine höhere Dringlichkeit eingeräumt und Therapiemöglichkeiten entscheidend verbessert, könnten nach Expertenmeinung 1,3 Millionen Kinderleben pro Jahr gerettet werden. Hauptverursacher der Lungenentzündungen in der Dritten Welt ist das Bakterium Streptococcus pneumoniae. Auch der Erreger Haemophilus Influenzae Typ b führt häufig zu der lebensbedrohlichen Krankheit. Es gibt bereits Impfstopffe, die beide Bakterien außer Gefecht setzen. Diese Schutzimpfungen werden jedoch noch nicht flächendeckend angewandt.
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