
Genf, 9. August (AFP) - Die Bill and Melinda Gates Stiftung hat dem UN-Sonderfonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria 500 Millionen Dollar (knapp 390 Millionen Euro) in den kommenden fünf Jahren versprochen. Der Aids-Fonds sei "eine der wichtigsten Gesundheitsinitiativen in der Welt", und seine Arbeit könne Millionen von Leben retten, zitierte die in Genf ansässige Organisation am Mittwoch den Stiftungsgründer. Demnach soll das Geld in jährlichen Tranchen von 100 Millionen Dollar ausgezahlt werden. Die erste Zahlung sei noch für das laufende Jahr angekündigt.
Die Zusage kam im Vorfeld der ab Sonntag im kanadischen Toronto tagenden Welt-Aids-Konferenz, auf der Bill Gates als Auftaktredner angekündigt ist. Etwa 20.000 Forscher und Gesundheitsfachleute aus aller Welt werden dort sechs Tage lang die Fortschritte bei der Bekämpfung der tödlichen Immunschwächekrankheit erörtern.
Der UN-Sonderfonds war im Januar 2002 auf Initiative von UN-Generalsekretär Kofi Annan gegründet worden. Ziel ist es, bei öffentlichen und privaten Spendern Mittel für die Bekämpfung auch von Tuberkulose und Malaria in den armen Ländern der Welt zu sammeln. Der Fonds hat nach eigenen Angaben bereits 5,5 Milliarden Dollar für Programme gegen Aids, Tuberkulose und Malaria in 132 Ländern gegründet. Weltweit werden 544.000 Menschen auf Kosten des Fonds mit Aids-Medikamenten versorgt, 1,4 Millionen Tuberkulose-Patienten wurden behandelt und elf Millionen Dosen Malaria-Prophylaxe-Mittel verteilt.
Auch das Startkapital des UN-Fonds in Höhe von 100 Millionen Dollar kam von der Gates-Stiftung. Mit den 50 Millionen Dollar, die 2004 geflossen waren, wird der reichste Mann der Welt mit den bis zum Jahr 2011 angekündigten Geldern einen Mittelanteil von 650 Millionen Dollar erreichen. Im Juli sagte Gates zudem 287 Millionen Dollar für die Suche nach einem HIV-Impfstoff zu.
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