Köln, 19. Juni (AFP) - Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF hat anlässlich des Weltflüchtlingstags am Montag einen besseren Schutz für Frauen und Mädchen auf der Flucht und in Notlagern gefordert. In zahlreichen Konflikten würden Vergewaltigungen gezielt als Waffe eingesetzt, erklärte UNICEF am Sonntag in Köln. In der sudanesischen Krisenregion Darfur wurden laut UNICEF im vergangenen Jahr tausende junge Mädchen vergewaltigt. Manche der Opfer seien erst sieben oder acht Jahre alt gewesen. Im Osten der Demokratischen Republik Kongo hätten von Herbst 2003 bis Frühjahr 2004 über 8000 Frauen nach Vergewaltigungen Hilfe bei UNICEF gesucht. Besonders schwer sei die Situation der Mädchen und Frauen, die durch Vergewaltigungen schwanger würden oder sich mit HIV infizierten.
Der Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, Dietrich Garlichs, sagte, Vergewaltigungen und Zwangsprostitution seien schwere Menschenrechtsverletzungen. Regierungen seien verantworlich für den Schutz der Flüchtlinge und Vertriebenen auf ihrem Territorium. "Sie müssen Übergriffe verhindern und mit dem internationalen Strafgerichtshof bei der Verfolgung der Täter kooperieren", forderte Garlichs. UNICEF setzt sich dafür ein, dass systematische Vergewaltigungen als Kriegsverbrechen durch den internationalen Gerichtshof verfolgt werden.
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