Ouagadougou, 9. Februar (AFP) - 13 afrikanische "First Ladys" haben am Mittwoch in Burkina Faso über Maßnahmen zum Kampf gegen die Immunschwächekrankeit Aids beraten, an der allein im vergangenen Jahr 2,3 Millionen Menschen auf dem Kontinent starben. Auf einer Aids-Konferenz in Ouagadougou, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes, ging es ihnen unter anderem darum, Frauen stärker in die Aidsbekämpfungsprogramme einzubeziehen. Die Frau des burundischen Präsidenten, Aude Ndayizeye, sagte, in ihrem Land sei Aids die Todesursache Nummer eins. Wenn die Ausbreitung des HI-Virus nicht gestoppt werde, stehe der Kontinent "am Rande einer Katastrophe".
Nach UN-Angaben leben von den weltweit 40 Millionen aidskranken oder HIV-infizierten Menschen 25 Millionen in Afrika. Davon sind 57 Prozent Frauen, größtenteils im Alter zwischen 15 und 24 Jahren. Mehr als vier Millionen Menschen drohen wegen fehlender medikamentöser Behandlung an der Immunschwächekrankheit zu sterben. Chantal Compaoré, die First Lady des Gastgeberlandes, beklagte die "ungenügenden Fortschritte" im Kampf gegen Aids - ungeachtet internationaler finanzieller Hilfe in Höhe von mehr als sechs Milliarden Dollar (4,7 Milliarden Euro) im vergangenen Jahr.
In fast allen afrikanischen Ländern gibt es laut einem Konferenzdokument nur für eine von zehn Frauen eine Therapie zur Prävention der Übertragung des HI-Virus von der Mutter zum Kind. Die Konferenz setzte sich unter anderem das Ziel, diese Quote bis Ende des Jahres zu verdoppeln.
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