agence france-presse
click here to return to agence france-presse main menu
DonateNow

G-8-Gipfel bringen die Mächtigen der Welt an einen Tisch - Initiative ging 1975 von Deutschland und Frankreich aus

Agence France-Presse - Juni 4, 2004


Washington, 4. Juni (AFP) - Gipfeltreffen der sieben wichtigsten Industriestaaten und Russlands (G8) bringen fast alle bedeutenden Staatsmänner der Erde an einen Tisch. Längst sind sie nicht mehr nur "Weltwirtschaftsgipfel", sondern behandeln auch alle wichtigen sicherheits- und entwicklungspolitischen Themen von Aids über die Terrorbekämpfung bis zur Abrüstung von Massenvernichtungswaffen.

MITGLIEDER: Den G8 gehören zwei nordamerikanische Länder (USA, Kanada) an, vier westeuropäsche (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien) sowie Russland und Japan.

WIRTSCHAFTSMACHT: Die G-8-Staaten erwirtschaften zusammen mehr als zwei Drittel des Weltsozialproduktes und sind für knapp die Hälfte des globalen Handels verantwortlich. Außerdem stellen sie mehr als drei Viertel der weltweiten Entwicklungshilfe und sind die mit Abstand größten Beitragszahler in internationalen Organisationen.

POLITISCHER EINFLUSS: Bei den G-8-Gipfeln treffen die Staats- und Regierungschefs von vier der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats (USA, Frankreich, Großbritannien, Russland) zusammen. Derzeit ist Deutschland zudem eines von zehn nicht ständigen Mitgliedern des wichtigsten UN-Entscheidungsgremiums.

INITIATIVEN: Greifbarste Ergebnisse waren in den vergangenen Jahren neben einer verstärkten Zusammenarbeit bei Sicherheits- und Wirtschaftsfragen milliardenschwere Zusagen für internationale Aktionsprogramme. So wurde 2002 in Kanada beschlossen, der ehemaligen Supermacht Russland finanziell bei der Verschrottung von Atom- und Chemiewaffen zu helfen (20 Milliarden Dollar bis 2012), 2003 wurden dann zum Gipfel in Frankreich höhere Mittel für den Gesundheitsfonds gegen Aids und Malaria angekündigt. Und ein 1999 in Köln erweitertes Programm zum Schuldenerlass soll die Last der Verbindlichkeiten von derzeit 27 teilnehmenden Staaten um 50 Milliarden Dollar drücken.

GESCHICHTE: Auf Initiative des französischen Präsidenten Valéry Giscard d'Estaing und Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) trafen sich 1975 sechs Staats- und Regierungschefs zu einem Kamingespräch auf Schloss Rambouillet in Frankreich. Neben den beiden Initiatoren nahmen Aldo Moro aus Italien, Takeo Miki aus Japan, Harold Wilson aus Großbritannien und Gerald Ford aus den USA teil. Ziel war es, nach dem Zusammenbruch des weltweiten Wechselkurssystems und der ersten Ölkrise ein Forum für Gespräche über die Weltwirtschaft zu etablieren. Mit der Aufnahme Kanadas erweiterte sich der Kreis 1976 auf die G-7-Gruppe. Seit Mitte der 90er Jahre wurde auch der russische Präsident eingeladen. Vollwertiges Mitglied ist Moskau seit 2002.

040604
AF040618_DE


© Agence France-Presse 2004. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Die Nachrichten sind nur für die persönliche Information bestimmt. Jede weitergehende Verwendung, insbesondere die Speicherung in Datenbanken, Veröffentlichung, Vervielfältigung und jede Form von gewerblicher Nutzung sowie die Weitergabe an Dritte - auch in Teilen oder in überarbeiteter Form - ohne Zustimmung von AFP Agence France-Presse sind untersagt.   http://www.afp.com/

AEGiS is a 501(c)3, not-for-profit, tax-exempt, educational corporation. AEGiS is made possible through unrestricted grants from Boehringer Ingelheim, Elton John AIDS Foundation, the National Library of Medicine, Bridgestone Firestone Trust Fund and donations from users like you. Always watch for outdated information. This article first appeared in 2004. This material is designed to support, not replace, the relationship that exists between you and your doctor.

©1990, 2004 - AEGiS. AEGiS presents published material, reprinted with permission and neither endorses nor opposes any material. All materials appearing on AEGiS are protected by copyright as a collective work or compilation under U.S. copyright and other laws and are the property of AEGiS, or the party credited as the provider of the content.