Hamburg, 3. Juli (AFP) - Die Bundesregierung wird die internationale Aidshilfe bis zum Jahr 2007 mit 300 Millionen Euro fördern. Die Gelder würden in den UN-Fonds gegen Aids, Tuberkulose und Malaria einfließen, sagte Bundesentwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) der "Financial Times Deutschland" vom Donnerstag. Zugleich verwahrte sie sich gegen Vorwürfe, die Bundesregierung blockiere einen angemessenen Finanzbeitrag der Europäischen Union im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit. Berlin werde dem Anspruch vom letzten EU-Gipfel in Griechenland gerecht, dauerhaft und langfristig zu helfen. Andere Länder - nicht zuletzt die USA - sollten nun ihre Zusagen in die Praxis umsetzen, fügte Wieczorek-Zeul hinzu.
Beim EU-Gipfel im griechischen Porto Karras hatten die Mitgliedsstaaten auf eine Milliarden-Zusage für den Weltgesundheitsfonds verzichtet. Die entsprechende Passage wurde auf deutsches und niederländisches Betreiben aus der Gipfelerklärung gestrichen. Die damals griechische EU-Ratspräsidentschaft wollte dem Fonds für das nächste Jahr bis zu eine Milliarde Euro aus nationalen und EU-Haushaltsmitteln zusagen. Die USA hatten vor kurzem angekündigt, ihre Zuschüsse auf eine Milliarde Dollar pro Jahr aufzustocken. US-Präsident George W. Bush hatte dafür aber ein vergleichbar hohes Engagement der Europäer zur Bedingung gemacht.
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