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UNO/China/Gesundheit/Aids: UNO: China droht weiterhin Aids-Epidemie - Wirtschaftliches Wachstum in Gefahr

Agence France-Presse - Dezember 1, 2002


Peking, 1. Dezember (AFP) - China ist von einem rasanten Anstieg an Aids-Infektionen bedroht und muss sich nach Expertenmeinung gegen epidemische Ausmaße der Immunschwächekrankheit wappnen. Aus Anlass des 15. Welt-Aids-Tages am Sonntag warnten UN-Fachleute davor, dass die Krankheit das chinesische Wirtschaftwachstum ernsthaft gefährden könne. Außerdem drohe ein Rückfall hinter die in der Vergangenheit erzielten sozialen Verbesserungen, die sich etwa in einer Abnahme der Kindersterblichkeit ausdrückten. Gleichzeit lobten die Experten aber auch "bedeutende" Fortschritte Chinas im Kampf gegen Aids in den vergangenen zwei Jahren.

Es sei bekannt, dass die Infektionsrate in China sehr schnell ansteige und dies auch in Zukunft weiter tun werde, sagte ein Mitarbeiter des UN-Kinderhilfswerks UNICEF. Schätzungen zufolge ist mit einer Steigerung der Infektionen um jährlich 30 Prozent zu rechnen. Erst kürzlich hatte die UNO China vor einem "Aids-Albtraum" gewarnt. Die von Peking gemeldeten rund eine Million Aids-Kranken oder HIV-Infinzierten gelten als Untertreibung. Die UNO geht vielmehr davon aus, dass die Zahl der gegenwärtig rund 1,5 Millionen Erkrankten auf bis zu zehn Millionen bis zum Ende des Jahrzehnts anwachsen könne.

Allein in diesem Jahr haben sich weltweit fünf Millionen Menschen mit dem HI-Virus angesteckt, mehr als drei Millionen sind an Aids gestorben. Fast drei Viertel aller Infizierten lebt im südlichen Afrika, in Deutschland sind knapp 40.000 Menschen betroffen. Der Welt-Aids-Tag wird seit 1988 alljährlich am 1. Dezember begangen.

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