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USA/Gesundheit/Krankheiten/Aids: USA erwarten bis 2010 mehr als 110 Millionen Aidskranke weltweit - Afrika, Russland, Indien und China am stärksten betroffen

Agence France-Presse - Oktober 2, 2002


Washington, 2. Oktober (AFP) - Allein in Afrika, Russland, Indien und China könnte es bis 2010 US-Geheimdiensten zufolge 110 Millionen Aids-Kranke geben. Die Epidemie werde die finanzielle Lage weltweit belasten und Spannungen verstärken, warnt ein am Mittwoch veröffentlichter Bericht des National Intelligence Council, einer Denkfabrik des CIA und anderer US-Geheimdienste. Die US-Regierung hatte schon mehrfach darauf hingewiesen, dass die weltweite Ausbreitung von Aids eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstelle.

Dem Bericht zufolge wird sich die Epidemie vor allem in Nigeria, Äthiopien, Russland, Indien und China ausbreiten. Dort lebten heute schon 13 bis 24 Millionen Infizierte. In den nächsten zehn Jahren werde ihre Zahl auf bis zu 75 Millionen steigen. In den derzeit am stärksten betroffenen Regionen in Zentral- und Südafrika rechnet der Bericht mit einem Anstieg auf rund 30 bis 35 Millionen HIV-Infizierte bis 2010.

Die Krankheit werde hauptsächlich durch riskantes Sexualverhalten übertragen, die Risikogruppen seien aber von Land zu Land unterschiedlich. In Russland steckten sich rund 90 Prozent der Betroffenen beim Spritzen von Drogen an. In Nigeria, Äthiopien und Russland befürchtet der Bericht einen Bevölkerungsrückgang mit schweren finanziellen Folgen. China und Indien würden dagegen die Epidemie wegen ihrer großen Bevölkerungszahl besser überstehen.

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