Luxemburg, 10. September (AFP) - Bei einer insgesamt sinkenden Zahl neuer Aids-Erkränkungen in der EU nimmt der Anteil der sich bei heterosexuellem Kontakt infizierten Personen weiter zu. Wie aus Angaben des EU-Statistikamt Eurostat in Luxemburg vom Dienstag hervorgeht, infizierten sich im vergangenen Jahr mit 36,5 Prozent erstmals mehr als ein Drittel aller neu am HIV-Virus erkrankten Personen beim Sexualkontakt mit Menschen des anderen Geschlechts. Der Anteil der neuen Aids-Fälle im Zusammenhang mit intravenös verabreichten Drogen verringerte sich auf 33,2 Prozent. Auf neue Aids-Fälle bei Männern mit homo- und bisexuellen Kontakten entfielen noch 19,2 Prozent. Insgesamt wurden in der EU 8210 neue Aids-Fälle diagnostiziert, elf Prozent weniger als im Vorjahr. In Deutschland sank die Zahl der neu erkannten Erkrankungen um etwa 18,5 Prozent auf 558.
Deutliche Unterschiede bei der Verbreitung der Immunschwächekrankheit zeigt die Statistik nach Mitgliedstaaten: Seit dem Höhepunkt der Ausbreitung 1994 und 1995 mit jährlich rund 25.000 neuen Erkrankungen ging deren Zahl zwar EU-weit deutlich zurück, in Portugal nahm sie aber stattdessen kontinuierlich zu. Für 2001 meldete Eurostat je eine Million Einwohner in Portugal knapp 106 diagnostizierte Aidsfälle. Im EU-Mittel waren es nur knapp 22 erkannte Aids-Erkrankungen, in Deutschland sogar nur 6,8 Fälle. Relativ zur Bevölkerungszahl wurden in den Niederlanden mit 2,8 Erkrankungen je eine Million Einwohner im vergangenen Jahr die wenigsten neue Fälle gemeldet. Insgesamt sind seit Beginn der Statistik 1981 in den 15 EU-Staaten knapp 235.000 Menschen an Aids erkrankt.
020910
AF020933_DE
© Agence France-Presse 2002. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Die Nachrichten sind nur für die persönliche Information bestimmt. Jede weitergehende Verwendung, insbesondere die Speicherung in Datenbanken, Veröffentlichung, Vervielfältigung und jede Form von gewerblicher Nutzung sowie die Weitergabe an Dritte - auch in Teilen oder in überarbeiteter Form - ohne Zustimmung von AFP Agence France-Presse sind untersagt. http://www.afp.com/
AEGiS is made possible through unrestricted grants from Boehringer Ingelheim, the National Library of Medicine, and donations from users like you. Always watch for outdated information. This article first appeared in 2002. This material is designed to support, not replace, the relationship that exists between you and your doctor.
©1990, 2002 - AEGiS. AEGiS presents published material, reprinted with permission and neither endorses nor opposes any material. All materials appearing on AEGiS are protected by copyright as a collective work or compilation under U.S. copyright and other laws and are the property of AEGiS, or the party credited as the provider of the content.