Berlin, 7. Juli (AFP) - Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" merkt zur Aids-Konferenz in Barcelona an:
"In Afrika ist es nach UN-Angaben neben dem schon seit längerem in der Aidspolitik erfolgreichen Uganda allein Sambia gelungen, die Infektionsrate zu verringern. Doch der Blick nach Asien zeigt, dass sich dort eine ebenso schreckliche Entwicklung anbahnt. In Indien und China hat sich das Virus von den sogenannten Risikogruppen - etwa Rauschgiftabhängigen oder Prostituierten - auf die gesamte Bevölkerung ausgebreitet. Wie in Afrika zeigt sich, dass zu einem Zeitpunkt, an dem die Epidemie noch in den Griff zu bekommen wäre, Regierung und Behörden die Gefahr lieber leugnen als entschlossen bekämpfen. Die Vorbehalte, die eine sexuell übertragbare Krankheit begleiten, sind das größte Hindernis einer effektiven Aufklärungskampagne. Doch solange es keinen Impfstoff gibt und antiretrovirale Medikamente den Tod nur verzögern, muss der Schwerpunkt in der Aidsbekämpfung auf Vorbeugung liegen. Aids macht auch mühsam erzielte Fortschritte der Entwiklungspolitik zunichte."
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