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Afrika/AIDS: Teilnehmer der 12. Aids-Konferenz fordern billigere Therapien

Agence France-Presse - Dezember 10, 2001


Ouagadougou, 10. Dezember (AFP) - Mit der Forderung nach billigeren Medikamenten gegen Aids hat in der Hauptstadt von Burkina Faso die 12. internationale Aids-Konferenz begonnen. Präsident Blaise Compaoré bedauerte am Sonntag in seiner Eröffnungsrede, dass die Medikamente den Industriestaaten vorbehalten geblieben seien, die Kranken dagegen den Entwicklungsländern. Die rasche Verbreitung der meist tödlich verlaufenden Immunschwäche sei Mitschuld an der wirtschaftlichen Krise in Afrika.

Nach Angaben der UN-Organisation UNAIDS konnte bisher in Afrika eine "verschwindend geringe Zahl" von 30.000 Menschen mit den neuen Aids-Mitteln behandelt werden. Allein in diesem Jahr starben auf dem schwarzen Kontinent 2,3 Millionen Menschen an der Immunschwäche-Krankheit. Die meisten der 28,1 Millionen mit dem HIV-Virus infizierten Afrikaner werden mangels der richtigen Therapie die jetzige Dekade nicht mehr überleben. Laut dem derzeitigen UN-Botschafters für Aids, Ghanas Ex-Präsidenten Jerry Rawlings, wurden bislang erst 1,5 Milliarden Dollar in den internationalen Aids-Fonds von UN-Generalsekretär Kofi Annan einbezahlt. Diese Zahl gebe wenig Anlass zu Optimismus.

An der fünftägigen Konferenz in Ouagadougou nehmen rund 6000 Delegierte teil. Die nächste wird im Juli in Barcelona stattfinden.

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