Genf, 18. Dezember (AFP) - Die Zentrale des neuen weltweiten Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria soll Ende Januar in Genf ihre Arbeit aufnehmen. Damit erhielt Genf den Vorzug vor Paris und Brüssel, wie ein Sprecher der Vereinten Nationen am Dienstag mitteilte. In enger Abstimmung mit dem ebenfalls in Genf ansässigen UN-Aidsprogramm (UNAIDS) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie den betroffenen Staaten und der Privatwirtschaft sollen mit dem Fonds Projekte zur Seuchen-Bekämpfung finanziert werden. Die Entscheidung zur Bildung des Aids-Fonds war im Sommer auf dem G-8-Gipfel in Genua gefallen. Entgegen dem Willen von UN-Generalsekretär Kofi Annan wird das Programm keine eigenständige UN-Organisation sein.
Der Fonds solle keine Konkurrenzorganisation zu den bereits bestehenden UN-Gesundheitsorganisationen sein, betonte eine Sprecherin. Vielmehr solle die Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria durch zusätzliche Mittel erleichert werden. Der Fonds ist für das kommende Jahr mit 700 Millionen Dollar (770 Millionen Euro/gut 1,5 Milliarden Mark) ausgestattet. Bislang größter Spender ist Microsoft-Gründer Bill Gates, der fünf Millionen Dollar bereitstellte.
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