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EU/Entwicklungshilfe/Gesundheit/Aids: Brüssel will Medikamentenversorgung in armen Länder erleichtern

Agence France-Presse - November 30, 2001


Brüssel, 30. November (AFP) - Entwicklungsländern soll der preiswerte Zugang zu patentgeschützten Medikamenten weiter erleichtert werden. Mit diesem Ziel will sich die EU-Kommission in den Gremien der Welthandelsorganisation WTO engagieren, kündigte am Freitag die EU-Kommission anläßlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember an. So will EU-Außenhandelskommissar Pascal Lamy bei der WTO-Konferenz zum Abkommen über Handelsaspekte des Schutzes geistigen Eigentums (TRIPs) im kommenden Frühjahr konkrete Vorschläge für Zwangslizenzierungen vorlegen. Die Behörde will sich auch weiter für ein globales System abgestufter Medikamentenpreise einsetzen. Dabei soll der Preis für ein Präparat von der Zahlungsfähigkeit eines Landes abhängig gemacht werden.

Die Kommission sieht in einem solchen Preissystem das wirksamste Mittel, um auch in ärmsten Ländern Pharmazeutika zum Beispiel gegen Aids, Malaria und Tuberkulose erschwinglich zu machen. Die Europäische Union will laut Lamy die Vereinten Nationen bei der Errichtung eines globalen Gesundheitsfonds unterstützen. Selbst kostenlose Medikamente könnten nicht für eine angemessene Vorsorge und Betreuung sorgen, wenn es an der medizinischen Infrastruktur, an Ausbildung, Wissens- und Technologietransfer fehle, gab Lamy zu bedenken.

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