Kigali, 1. August (AFP) - Im afrikanischen Bürgerkriegsland Ruanda werden fast 13 Prozent der Haushalte einer Studie zufolge von Kindern geführt. Wie eine am Mittwoch in Kigali veröffentlichte Untersuchung der Vereinigung für Kooperations- und Entwicklungsforschung (ACORD) ergab, sind dabei vor allem Familien mit bis zu sechs Kindern betroffen. Die meisten dieser Haushalte seien auf Landwirtschaft angewiesen, obwohl sie überwiegend nur kleine Ackerflächen besäßen. Mädchen in den betroffenen Familien werden der Studie zufolge häufig sexuell missbraucht, während Jungen demnach in vielen Fällen in die Kriminalität abrutschen. Hauptgründe für diese Entwicklung seien die Folgen der Aids-Epidemie, der Völkermord 1994 an bis zu 800.000 Angehörigen des Tutsi-Stammes sowie die anschließenden Massenfestnahmen.
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