London, 1. Juli (AFP) - Zum 40. Geburtstag von Prinzessin Diana hat ihr Bruder Earl Spencer eine Ausstellung über die wohltätige Arbeit des Diana-Gedächtnisfonds eröffnet - und der Vorsitzende der britischen Aids-Stiftung, Michael Adler, hat die Verstorbene für ihre Mediensucht kritisiert. "Ich empfinde ihre Geburtstage als besonders schwierig", sagte Charles Spencer am Sonntag auf dem Familiengrundstück Althorp bei Northampton im Norden Londons. Die Erinnerung an Diana sei in diesem Jahr noch schmerzlicher, da sie einen runden Geburtstag gefeiert hätte. Gleichzeitig wies der Earl Vorwürfe zurück, er beute den Unfalltod seiner Schwester kommerziell aus: "Ich bin ein Bruder, der seine Schwester verloren hat, und Brüder, die ihre Schwestern verloren haben, schlagen keinen Profit aus ihrem Tod."
Adler sagte in einem Bericht des privaten Fernsehsenders ITV, die Zusammenarbeit mit Diana im Kampf gegen Aids sei zunehmend zur Belastung geworden. So habe Diana einmal darauf bestanden, zu einem Seminar mit schwerkranken Aids-Patienten ihre gesamte Entourage sowie einen riesigen Medientross mitzubringen. "Das ist kein Zoo! Das ist kein Aquarium!", empörte sich Adler in einem Begleitbuch zu der TV-Dokumentation. Das Beispiel zeige, wie sehr die Prinzessin den Blick für wichtige Dinge verloren habe. "Manchmal versuchte sie, ein sehr ernstes Ereignis für völlig andere und unangebrachte Zwecke zu nutzen."
Diana und ihr Freund Dodi Fayed starben in der Nacht zum 31. August 1997 in Paris, als ihr Mercedes im Alma-Straßentunnel an der Seine gegen einen Pfeiler raste. Auch der Fahrer wurde getötet. Nur Dianas Leibwächter Trevor Rees-Jones überlebte den Unfall schwer verletzt. An das Geschehen kann er sich jedoch praktisch nicht erinnern.
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