Köln, 30. Juni (AFP) - Die Gefahren der Immunschwächekrankheit Aids geraten in Deutschland zunehmend in Vergessenheit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln, die am Samstag im Vorfeld des 8. Deutschen Aidskongresses veröffentlicht wurde. Demnach bezeichneten zu Beginn der 90er Jahre noch 60 Prozent der Bevölkerung Aids als eine der gefährlichsten Krankheiten; im vergangen Jahr waren es nur noch 37 Prozent. Der Erhebung zufolge ist das Wissen um die tödliche Krankheit zudem noch immer lückenhaft. So gehe ein Drittel der Bevölkerung irrigerweise davon aus, das man eine HIV-Infektion an äußeren Zeichen erkennen könne.
Beim Schutz vor Geschlechtskrankheiten lässt sich der Studie zufolge jedoch ein kontinuierlicher Trend zu mehr Vorsicht beim spontanen Sexualkontakt mit unbekannten Partnern im Urlaub registrieren. Dort sei der Anteil derer, die sich immer mit Kondomen schützen, von 40 Prozent im Jahr 1990 auf nun 74 Prozent im vergangenen Jahr gestiegen. Seit 1996 stagniere allerdings der Kondomgebrauch "auf hohem Niveau". So hätten vor fünf Jahren 72 Prozent der Alleinlebenden unter 45 Jahren Kondome benutzt, in der aktuellen Untersuchung seien es 70 Prozent. Der Aidskongress beginnt am kommenden Mittwoch in Berlin.
+++ Die Studie "Aids im öffentlichen Bewusststein 2000" im Internet:www.bzga.de/studien/index.html zur Verfügung
010630
AF0106L8_DE
© Agence France-Presse 2001. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Die Nachrichten sind nur für die persönliche Information bestimmt. Jede weitergehende Verwendung, insbesondere die Speicherung in Datenbanken, Veröffentlichung, Vervielfältigung und jede Form von gewerblicher Nutzung sowie die Weitergabe an Dritte - auch in Teilen oder in überarbeiteter Form - ohne Zustimmung von AFP Agence France-Presse sind untersagt. http://www.afp.com/
ÆGiS is made possible through unrestricted grants from Boehringer Ingelheim, the National Library of Medicine, and donations from users like you. Always watch for outdated information. This article first appeared in 2001. This material is designed to support, not replace, the relationship that exists between you and your doctor.
©1990, 2001 - ÆGiS. ÆGiS presents published material, reprinted with permission and neither endorses nor opposes any material. All materials appearing on ÆGIS are protected by copyright as a collective work or compilation under U.S. copyright and other laws and are the property of ÆGIS and the Sisters of Saint Elizabeth of Hungary, or the party credited as the provider of the content.