New York, 21. Juni (AFP) - Im Kampf gegen die tödliche Immunschwächekrankheit Aids werden vor allem engagierte Führungskräfte und ausreichende finanzielle Mittel benötigt. Dies geht aus dem Bericht des HIV/Aids-Programms der Vereinten Nationen (UNAIDS) hervor, der am Donnerstag anlässlich einer bevorstehenden UN-Sondersitzung zum Thema Aids veröffentlicht wurde. Das Engagement führender Persönlichkeiten sei eine wichtige Voraussetzung für eine wirksame Bekämpfung von Aids, heißt es in dem Bericht mit dem Titel "Gemeinsam sind wir stark". Führungskräfte hätten an vielen Erfolgen im Kampf gegen die Epidemie entscheidenden Anteil. Neben politischen oder religiösen Funktionsträgern hätten sich aber auch Arbeitnehmer, Studenten, Künstler, Geschäftsleute oder Dorfälteste erfolgreich eingesetzt. "Die Erfolge hängen davon ab, ob Menschen mit Visionen und Mut auchüber die erforderliche Ausdauer verfügen", heißt es weiter.
An der Sondertagung der UNO vom 25. bis 27. Juni in New York nehmen Spitzenpolitiker aus aller Welt, Aids-Aktivisten sowie Vertreter von Hilfsorganisationen und der Privatwirtschaft teil. Ziel der Konferenz ist die deutliche Beschleunigung des weltweiten Kampfes gegen die Epidemie. Geplant ist die Verabschiedung einer Verpflichtungserklärung von Regierungsvertretern, in der die wichtigsten Handlungsziele für die kommenden Jahre festgelegt werden sollen.
Der Bericht zeichnet außerdem die Fortschritte bei der Reaktion auf die Epidemie nach und liefert konkrete Beispiele für Erfolge, die in den 20 Jahren seit dem ersten klinischen Nachweis von Aids erzielt wurden. Vor allem hebt er die Notwendigkeit eines Engagements auf den Führungsebenen in aller Welt hervor. Bei der Entwicklung von Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung von Aids sowie bei der Bereitstellung finanzieller Mittel seien führende Persönlichkeiten von entscheidender Bedeutung. So hätten zahlreiche Politiker inzwischen das erforderliche Umfeld in Gesetzgebung und Politik geschaffen, um nachhaltiger und breiter auf die Epidemie reagieren zu können.
Weltweit leben laut UNAIDS rund 36,1 Millionen Menschen mit HIV oder Aids. 21,8 Millionen Menschen sind bereits an den Folgen der Immunschwächekrankheit gestorben, darunter 4,3 Millionen Kinder. Allein im Jahr 2000 wurden 5,3 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert.
+++ Sperrfrist 17.00 Uhr; Weitere Informationen zu UNAIDS im Internet unter www.unaids.org
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