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Südafrika/Gesundheit/Aids/Kondome: Südafrikas Männer brauchen angeblich größere Kondome

Agence France-Presse - Mai 13, 2001

Johannesburg, 13. Mai (AFP) - Südafrikas Prostituierte sind nach eigenen Angaben erhöhter Aids-Gefahr ausgesetzt, weil die von der Regierung ausgegebenen Kondome aus Asien zu klein sind. Da diese schmalere "Gliedmaße" voraussetzten als die bei den einheimischen Männern üblichen, würden zahlreiche Präservative beim Gebrauch platzen, beklagten sich die Frauen nach Informationen der in Johannesburg erscheinenden "Sunday Times". Nach Angaben von Ted Legget von der Universität der Provinz Natal, der im Auftrag der Regierung 350 Prostituierte aus Durban, Johannesburg und Kapstadt befragte, hatte bereits jede Zweite von ihnen Erfahrungen mit dem geplatzen Gummischutz gemacht.

Als Reaktion auf die Studie versprachen die zuständigen Gesundheitsbehörden baldige Abhilfe. Mit 52 Millimetern lägen die neuen Kondome aus heimischer Produktion bereits einen Millimeter über der weltweiten Norm; im Vergleich zu den asiatischen Produkten seien sie sogar vier Millimeter breiter. Ihre Qualität entspreche den Standards der Weltgesundheitsorganisation WHO. Laut "Sunday Times" stammt zur Zeit ein Großteil der 392 Millionen von der Regierung in Umlauf gebrachten Kondome aus Indien und China.

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