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D/UNO/IWF/Weltbank/Handel/Gesundheit/Aids/ZF: Deutschland will zu globalem Fonds zur Aidsbekämpfung beitragen: Weltbank unterstützt Initiative von UN-Generalsekretär Annan

Agence France-Presse - Mai 1, 2001

Washington, 1. Mai (AFP) - Deutschland will sich an einem globalen Fonds zur Bekämpfung der Immunschwächekrankheit Aids beteiligen. Zusätzliche Mittel seien eindeutig notwendig, um Millionen Menschen, Frauen und Kinder zu retten, sagte die Bundesministerin für Entwicklungszusammenarbeit, Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD), am Montag in Washington. Deutschland werde sich auch als Geber dieser Verpflichtung nicht entziehen. Die Weltbank erklärte ihre Unterstützung für die Initiative von UN-Generalsekretär Kofi Annan, einen aus privaten und öffentlichen Geldern gespeisten Fonds zur Aidsbekämpfung in der Dritten Welt aufzulegen. Mit welcher Summe er ausgestattet werden soll, ist noch offen.

Auch Wieczorek-Zeul wollte sich nach der Sitzung des Lenkungsgremiums der Weltbank nicht auf eine Zahl festlegen. Sie werde sich dafür einsetzen, dass möglichst viel zusätzliche Haushaltsmittel für die Aids-Bekämpfung bereitgestellt würden, sagte die Ministerin. Das vor einem Jahr aufgelegte Kreditprogramm der Weltbank sei mit 566 Millionen Dollar bereits überzogen. Laut Annan seien insgesamt zehn Milliarden Dollar nötig, um die Krankheit erfolgreich zu bekämpfen. In dieser Zahl seien die existierenden Hilfen jedoch bereits enthalten.

Annan forderte die reichen Staaten auf, ihre Zusage an die Entwicklungsländer einzulösen und mehr Geld in den Kampf gegen Aids zu stecken. Er erinnerte daran, dass sich die Teilnehmer des Millenniumsgipfels im September in New York verpflichtet hatten, die Immunschwächekrankheit bis 2015 zu stoppen. Der Gedanke einer "Kriegskasse" gegen Aids war schon bei der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank im September aufgekommen. Im Juni berät die UN-Vollversammlung bei einer Sondersitzung über den Kampf gegen Aids.

Der Entwicklungsausschuss der Weltbank verabschiedete am Montag keine konkreten neuen Maßnahmen. Die Minister erkannten lediglich die Notwendigkeit einer "beträchtlichen Erhöhung" der Mittel für Aidsbekämpfungsprogramme an. Zum Teil könne das Geld über einen neuen multilateralen Treuhandfonds verteilt werden. Erwogen werde, dass die Weltbank zusammen mit der UNO die Auszahlung organisiere, hieß es seitens der deutschen Delegation. Als Geldgeber sollen auch Pharmakonzerne oder Philanthropen wie Microsoft-Gründer Bill Gates geworben werden.

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