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Südafrika/Gesundheit/Aids/Justiz/UNO: Washington begrüßt Einigung über verbilligte Aids-Medikamente: Schröder: Ein Zeichen der Hoffnung für Millionen Aids-Kranke

Agence France-Presse - April 20, 2001

Washington/Berlin, 20. April (AFP) - Die USA haben die außergerichtliche Einigung zwischen 39 Pharmakonzernen und Pretoria über Produktion und Vertrieb bezahlbarer Aids-Medikamente begrüßt. Ein Sprecher des US-Außenministeriums, Charles Hunter, sagte am Donnerstag in Washington, die USA "unterstützen und ermunterten" die Pharmaindustrie in ihrem Bemühen, Medikamente gegen Aids, Tuberkulose und Malaria für die Menschen in den Entwicklungsländern bezahlbar zu machen. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) erklärte in Berlin, die Rücknahme der Klage pharmazeutischer Konzerne gegen die südafrikanische Regierung sei ein Zeichen der Hoffnung für Millionen von Aids-Kranken in der Dritten Welt. Schröder und US-Präsident George Bush hatten Ende März die Pharmaindustrie dazu aufgerufen, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, damit die Millionen von Aids-Infizierten und -Kranken in den Ländern der Dritten Welt mit für sie bezahlbaren Medikamenten versorgt werden können.

Amerikanische Aids-Aktivisten feierten ebenfalls die bahnbrechende Einigung. Zumindest in dem einen Fall hätten die Pharmafirmen einsehen müssen, dass sie sich nicht mehr länger dem Recht der Armen auf Behandlung verweigern könnten, sagte der Chef der Organisation Oxfam America, Raymond Offenheiser. Der New Yorker Spezialist Jukes Levin, der HIV- und Aidspatienten mit Informationen über Behandlungsmöglichkeiten versorgt, warnte jedoch vor dem langfristigen Risiko des Kompromisses. Möglicherweise könnte dadurch das Engagement der Pharmaindustrie bei der Suche nach neuen Aids-Medikamenten erlahmen, sagte Levin: "Was ist, wenn der Vorstand entscheidet, dass die Aids-Forschung zu teuer ist ?"

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