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D/Südafrika/Aids: Stiftung Weltbevölkerung fordert neue Programme gegen Aids: Präventionsmaßnahmen müssen mehr auf Verhaltensänderung abzielen

Agence France-Presse - April 6, 2001

Hannover, 6. April (AFP) - Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) hat anlässlich des Weltgesundheitstags am Samstag ein Umdenken in den Programmen zur Aids-Prävention in den Entwicklungsländern gefordert. Angesichts stark steigender Infektionsraten in Ländern wie etwa Südafrika forderte DSW-Geschäftsführer Hans Fleisch mehr Programme zur Verhaltensänderung junger Leute: "Die Zahlen zeigen, dass es nicht ausreicht, Jugendliche über Aids zu informieren." Programme zur Aids-Prävention müssten sich daran messen lassen, ob sie auch das Sexualverhalten von jungen Menschen positiv verändern. "Die Aufgabe ist Motivation plus Information", betonte Fleisch.

In Südafrika wird voraussichtlich fast die Hälfte der heute 15-Jährigen an den Folgen von Aids sterben, teilte die DSW unter Berufung auf Regierungsangaben mit. Trotz zahlreicher Programme zur Aids-Prävention infizierten sich immer mehr Menschen mit dem HI-Virus. Bei der landesweiten Untersuchung sei bei fast einem Viertel der Schwangeren eine HIV-Infektion festgestellt. In der Provinz Kwa Zulu sind demzufolge sogar 36,2 Prozent der Schwangeren HIV-positiv. Besonders betroffen sind vor allem junge Frauen zwischen 20 und 30 Jahren. "Viele Programme gehen an den Bedürfnissen junger Menschen vorbei, weil sie ihre soziale Realität nicht berücksichtigen", erklärte Fleisch.

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