Brüssel, 14. Dezember (AFP) - Kuba ist am Donnerstag als 78. Land in die Gruppe der Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifikraums (AKP) aufgenommen worden. Wie die Gruppe nach einer Sitzung des AKP-Ministerrates in Brüssel mitteilte, ist das kommunistisch regierte Kuba damit der erste AKP-Mitgliedsstaat, der nicht auch direkt mit der Europäischen Union zusammenarbeitet. Mit den AKP-Staaten werde Kuba nun unter anderem im Gesundheitswesen und bei der Aids-Bekämpfung kooperieren. Die AKP-Gruppe wolle gleichzeitig dazu beitragen, Missverständnisse zwischen der EU und Kuba auszuräumen, ohne allerdings jedweden Druck auszuüben. Weil gemäß der AKP-Charta ein von der Zusammenarbeit mit der EU ausgeschlossenes Land nicht Mitglied sein kann, wurde die Charta dem Sprecher zufolge nun entsprechend geändert.
Im Juni hatten die Europäische Union und die AKP-Staaten im westafrikanischen Benin ein neues Partnerschafts-Abkommen unterzeichnet. Es trat an die Stelle des bisherigen Vertragswerks - des so genannten Lomé-Abkommens - von 1975. Das neue Abkommen legt besonderes Gewicht auf "Menschenrechte, demokratische Prinzipien und Rechtsstaatlichkeit".
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