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Simbabwe/IWF: IWF "tief besorgt" über die Lage in Simbabwe - Währungsfonds kritisiert Wirtschaftspolitik und Landreform

Agence France-Presse - Dezember 14, 2000

Washington, 14. Dezember (AFP) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist "tief besorgt" über die wirtschaftliche und soziale Lage in Simbabwe. Das Pro-Kopf-Einkommen sinke, die Immunschwächekrankheit Aids breite sich ungehindert aus, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des IWF. Grund für die Verschlechterung der sozialen Lage seien die schlechte Wirtschaftspolitik sowie die steigenden politischen Spannungen und die Ungewissheit wegen der umstrittenen Landreform der Regierung unter Präsident Robert Mugabe. Ausländische Investoren würden dadurch abgeschreckt. Die Wirtschaft Simbabwes werde in diesem Jahr um 5,5 Prozent schrumpfen. Entgegen der in den vergangenen Jahren gemachten Zusagen seien die Löhne und die Ausgaben für Verteidigung weiter gestiegen. Die Exekutiv-Direktoren des Währungsfonds riefen die Regierung zu "dringenden Korrekturmaßnahmen" auf.

Die Landreform von Präsident Mugabe sieht vor, mehr als 3000 Güter Weißer zu enteignen. Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, der die Landreform im November für verfassungswidrig erklärte, ignoriert die Regierung. In Simbabwe besitzen bisher 4500 Weiße rund 70 Prozent des fruchtbarsten Landes. Millionen von Schwarzen verfügen dagegen lediglich über die weniger fruchtbaren Böden, die von den britischen Kolonialherren des ehemaligen Rhodesien zu "Reservaten" erklärt worden waren. Mit Billigung Mugabes hatten Veteranen des Unabhängigkeitskrieges und Anhänger der regierenden Partei ZANU-PF im Februar mehr als 1600 Farmen weißer Landwirte besetzt. Seither wurden mehr als 36 Menschen getötet.

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