Genf, 4. Dezember (AFP) - Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) hat an private und öffentliche Spender appelliert, im kommenden Jahr mindestens 207 Millionen Dollar (455,4 Millionen Mark) für Kinder in Krisenregionen bereit zu stellen. UNICEF-Exekutivdirektorin Carol Bellamy sagte am Montag in Genf, das Geld werde für Impfschutz, Grundschulbildung, sauberes Wasser, Aufklärung über Aids und Minengefahren sowie für Maßnahmen zum Schutz vor Missbrauch und Ausbeutung benötigt. Die Staatengemeinschaft und der private Sektor seien aufgefordert, für das Überleben und die Entwicklung von Kindern, die von Krieg, Armut und Krankheit betroffen seien, die größten Anstrengungen zu unternehmen.
Der Appell bezieht sich auf weltweit insgesamt 19 Gebiete, darunter auch der Balkan und der Nordkaukasus. Genannt wurden außerdem unter anderem Angola, wo laut UNICEF fast drei von zehn Kindern sterben, bevor sie fünf Jahre alt sind, sowie Afghanistan, wo nur einer von drei Jungen und nahezu kein Mädchen Zugang zu Grundschulbildung haben. Kritisch sei die Lage weiterhin in Tadschikistan und in Nordkorea, für die im Jahr 2000 nur 18 Prozent der benötigten Hilfsmittel eingegangen seien.
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