Tokio, 28. November (AFP) - Japanische Ärzte wollen im Dezember mit dem Sperma eines HIV-positiven Mannes eine künstliche Befruchtung vornehmen. Wie eine Sprecherin der Aids-Abteilung im Gesundheitsministerium in Tokio am Dienstag mitteilte, werden sich die Ärzte an der nordjapanischen Universitätsklinik Niigata dabei einer revolutionären Methode bedienen, bei dem der Aids verursachende Virus zunächst unter anderem mit Hilfe einer Zentrifuge aus dem Sperma entfernt wird. Anschließend wird das Ei der Frau in einem Reagenzglas mit dem Samen befruchtet und in ihre Gebärmutter eingepflanzt. Das Risiko für die Frau des Mannes und das Baby, sich mit dem Aids-Virus zu infizieren, ist den Angaben zufolge bei der neuen Technik praktisch gleich null.
Die Methode wurde von Tokioter Forschern am Ogikubo-Krankenhaus und am Medizinischen Institut der Keio-Universität in jahrelanger Arbeit entwickelt. Sie soll jetzt erstmals in Japan bei den über 30 Jahre alten Eheleuten angewandt werden. Die Technik wurde als sicherer bezeichnet als die bereits in Italien vorgenommenen künstlichen Befruchtungen mit Sperma von HIV-positiven Männern.
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