Jakarta, 2. November (AFP) - Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) hat in Indonesien Abkommen über Finanzhilfen und zinsgünstige Kredite in Höhe von 45 Millionen Mark unterzeichnet. Mit dem Geld sollen Projekte zur Bekämpfung von Aids und zur Familienplanung sowie die Instandsetzung des Schienennetzes finanziert werden. Zu Beginn seines eintägigen Besuchs in dem asiatischen Land traf Fischer am Donnerstag mit seinem indonesischen Amtskollegen Alwi Shihab zusammen. Später wollte er mit Präsident Abdurrahman Wahid und Vize-Präsidentin Megawati Sukarnoputri wirtschaftliche und politische Fragen erörtern. Der Außenminister wird von Abgeordneten und Wirtschaftsvertretern begleitet. Am Freitag wollte er nach Singapur weiterreisen.
Die Wirtschaftskrise in Asien im Jahr 1997 hatte Indonesien besonders hart getroffen. Im vergangenen Jahr hatte Wahid als erster demokratisch gewählter Präsident seinen Vorgänger Jusuf Habibie abgelöst. Dieser hatte 1998 nach dem Sturz des jahrzehntelang autoritär regierenden Präsidenten Suharto die Macht übernommen.
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