Washington, 20. Oktober (AFP) - Ein neuer Impfstoff gegen das Aids-Virus ist nach einem Bericht der Zeitschrift "Science" vom Freitag erfolgreich an Affen getestet worden. Der Impfstoff auf Basis der Desoxyribonucleinsäure habe die Infektion mit dem HI-Virus zwar nicht ganz verhindert, sie jedoch stark abgeschwächt. Das Virus sei bei den geimpften Affen nicht mehr nachweisbar gewesen, sie seien auch nicht an Aids erkrankt oder daran gestorben. Der Impfstoff habe die Immunabwehr der Tiere bedeutend gestärkt. Der Versuch lasse darauf schließen, dass "eine starke, durch einen Impfstoff hervorgerufene Immunreaktion den Ausgang einer HIV-Ansteckung verändern könnte", betont einer der Autoren, Dan Barouch von der Harvard-Universität in Boston (Massachusetts), in dem Artikel.
Der Impfstoff war den Tieren zusammen mit einem die Immunabwehr stärkenden Eiweiß verabreicht worden. Nach Angaben der Forscher von der Harvard-Universität waren bei den geimpften Affen 140 Tage nach der HIV-Infektion kaum noch Spuren des Virus zu entdecken. Eine Gruppe nicht geimpfter Affen dagegen erkrankte schnell an Aids, die meisten waren nach 140 Tagen tot.
Sollte der an den Affen getestete Impfstoff auch Menschen verabreicht werden können und die selbe Wirkung zeigen, könnte dies die Zahl der HIV-Infektionen und der Aids-Toten weltweit "enorm verringern", kommentierten zwei Kollegen von der John-Hopkins-Universität in Baltimore (Maryland) das Ergebnis der Studie.
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