Prag, 19. September (AFP) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat vor den wirtschaftlichen Auswirkungen der Immunschwächekrankheit Aids vor allem auf afrikanische Staaten gewarnt. Einigen Staaten Afrikas liefen Gefahr, in den kommenden Jahren mehr als ein Viertel ihrer ausgebildeten und qualifizierten Bevölkerung durch Aids zu verlieren, hieß es in dem am Dienstag in Prag vorgelegten halbjährlichen IWF-Konjunktur-Ausblick. Über die ohnehin hohen Kosten für die Behandlung von Infizierten hinaus drohe damit auch ein Rückgang des Wirtschaftswachstums. Nach jüngsten Studien sei in einigen afrikanischen Ländern wegen Aids ein Wachstumsabschwächung von ein bis zwei Prozentpunkten zu erwarten. Im Jahr 2010 wird laut IWF das Wirtschaftswachstum in den am stärksten von Aids betroffenen Ländern im Süden Afrikas um fünf Prozent niedriger liegen als ohne die Erkrankung.
Der Bericht verweist aber auch auf positive Erfahrungen in Staaten wie Uganda und Senegal. Dort seien die Infektionsraten politisch unterstützte Vorbeugekampagnen und Aufklärungsprogramme stark zurückgegangen. Ende 1999 wurde dem IWF-Bericht zufolge die Zahl der mit dem HI-Virus infizierten Menschen weltweit auf 33,6 Millionen geschätzt. 25 Millionen von ihnen lebten in Afrika.
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