New York, 18. Juli (AFP) - Der UN-Sicherheitsrat hat in der ersten gesundheitspolitischen Resolution seiner Geschichte freiwillige Aids-Tests für alle Blauhelmsoldaten vorgeschlagen. Die 15 Mitgliedsländer verabschiedeten am Montag in New York einstimmig eine Erklärung, in der allen UN-Staaten solche Tests für Soldaten empfohlen werden, die bei friedenserhaltenden Missionen im Einsatz sind. Die Ergebnisse sollen vertraulich gehalten werden. Ziel der Resolution 1308 ist es, während der Einsätze fernab der Heimat unter den Militärs die Verbreitung des HI-Virus zu verhindern. Zwangstests soll es aber keine geben. Zugleich wurde UN-Generalsekretär Kofi Annan vom Sicherheitsrat zu "neuen Maßnahmen" aufgefordert, um die Soldaten vor Beginn ihrer Mission besser über die Aids-Risiken aufzuklären.
Der Botschafter der USA bei den Vereinten Nationen, Richard Holbrooke, kündigte unterdessen an, dass die Vereinigten Staaten nur noch Soldaten ins Ausland schicken, die einen AIDS-Test hinter sich haben. Bei einem positiven Befund müssten sie zur Behandlung in den USA bleiben. "Wohin auch immer die Blauhelme entsandt werden, sie ziehen Prostituierte an", sagte Holbrooke. "Das ist tragisch, aber es ist unvermeindlich."
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