Durban, 9. Juli (AFP) - Zur Bekämpfung der Immunschwächekrankheit Aids in Afrika sind nach Ansicht der UNO jährlich umgerechnet rund sechs Milliarden Mark nötig. Damit muss das Zehnfache vom bisherigen Betrag für den Kampf gegen die Krankheit investiert werden, wie der Leiter des UN-Programms UNAIDS, Peter Piot, am Sonntag kurz vor Eröffnung der Welt-Aids-Konferenz im südafrikanischen Durban sagte. Die betroffenen Ländern sollten bei ihrer Schuldenrückzahlung von den reichen Staaten unterstützt werden, um sich besser dem Kampf gegen die Krankheit widmen zu können. In Afrika ist einer von drei Erwachsenen mit Aids infiziert. Derzeit werden für den Kampf gegen Aids in Schwarzafrika nur 350 Millionen Dollar jährlich ausgegeben. Erstmals findet die Welt-Aids-Konferenz, die bis zum 14. Juli dauert, in einem Entwicklungsland statt.
Vor der offiziellen Eröffnung demonstrierten rund 1000 Menschen für billigere Medikamente. Auf Plakaten beschimpften sie die Pharma-Konzerne als "Profiteure". Die Veranstalter hatten mit rund 5000 Teilnehmern vor dem Rathaus in Durban gerechnet. An der Welt-Aids-Konferenz nehmen Wissenschaftler, Ärzte, Politiker und HIV-Infizierte aus mehreren dutzend Ländern teil. Insgesamt wurden 11.000 Teilnehmer erwartet.
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