New York, 7. Juli (AFP) - UN-Blauhelmsoldaten sollen nach dem Willen der USA künftig freiwillig Aids-Tests machen. Die Vereinigten Staaten legten dem UN-Sicherheitsrat am Donnerstag (Ortszeit) einen entsprechenden Resolutionsentwurf vor. Darin werden alle Mitgliedsstaaten aufgefordert, freiwillige und vertrauliche Aids-Tests für ihre Streitkräfte einzuführen. Dies solle besonders für Soldaten gelten, die auf internationale Friedensmissionen entsandt werden. Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Richard Holbrooke, nannte den Resolutionsentwurf einen "Durchbruch für die UNO und den Sicherheitsrat". Er sei ein "weiterer Schritt in dem pausenlosen Kampf, den wir an allen Fronten gegen die Verbreitung von Aids führen müssen". Die tödliche Krankheit bedrohe in mehreren Ländern vor allem in Afrika ernsthaft die Stabilität und Sicherheit.
Im vergangenen Jahr haben sich weltweit rund 34,3 Millionen Menschen mit Aids infiziert. Am kommenden Sonntag beginnt im südafrikanischen Durban die 13. Welt-Aids-Konferenz.
000707
AF000733_DE
© Agence France-Presse 2000. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Die Nachrichten sind nur für die persönliche Information bestimmt. Jede weitergehende Verwendung, insbesondere die Speicherung in Datenbanken, Veröffentlichung, Vervielfältigung und jede Form von gewerblicher Nutzung sowie die Weitergabe an Dritte - auch in Teilen oder in überarbeiteter Form - ohne Zustimmung von AFP Agence France-Presse sind untersagt. http://www.afp.com/