Agence France-Presse - Oktober 22, 1999
Moskau, 22. Oktober (AFP) - In Russland nehmen die Fälle der Immunschwächekrankheit Aids offenbar drastisch zu. Zwischen Januar und Oktober seien 12.000 neue Fälle registriert worden, berichtete ein Moskauer Radiosender am Freitag unter Berufung auf das russische Anti-Aids-Zentrum. Während die Aids-Fälle in Westeuropa deutlich zurückgingen, sei in Russland das Gegenteil zu beobachten, sagte der Leiter des Zentrums, Vadim Pokrowski.
Er führt die Zunahme der Immunschwächekrankheit in Russland vor allem auf die fehlenden Aufklärungskampagnen zurück, wie es sie in Westeuropa gibt.
Die meisten Aidskranken gebe es in Moskau, St. Petersburg und der sibirischen Stadt Irkutsk. Betroffen von der Infektion mit dem HIV-Virus seien vor allem Drogenabhängige und ihre Sexualpartner.
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