London, 21. Juli (AFP) - Der britische Zahnärzteverband hat am Dienstag vor den gesundheitlichen Folgen des in Mode gekommen Piercings gewarnt. Anhänger dieses Modetrends wie die Enkeltochter der britischen Königin, Zara Phillips, oder `Spice-Girl" Mel Gulzar müssen demnach fürchten, sich durch ihre gepiercten Zungen Infektionen mit möglicherweise tödlicher Folge zuzuziehen. `Träger von Zungenpiercings setzen nicht nur ihre orale Gesundheit aufs Spiel, sondern die ihres gesamten Körpers", sagte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe für Gesundheits- und Wissenschaftspolitik im Zahnärzteverband, Geoff Craig.
Dem Verband zufolge haben infizierte Piercings bei Patientinnen Blutvergiftungen und toxische Schocks verursacht. Darüber hinaus bestehe die Gefahr einer Ansteckung mit dem die Krankheit Aids verursachenden HIV-Virus sowie mit Hepatitis B und C, wenn die Piercing-Geräte nicht richtig sterilisiert seien. Häufig sei eine Ausrüstung zur Sterilisierung jedoch zu teuer für die Anbieter von Zungenpiercings. Piercing-Stifte aus anderem Material als Gold, chirurgischem Stahl oder Titan können auch allergische Reaktionen hervorrufen, wie der Verband weiter mitteilte. Zudem bestehe die Gefahr, daß Piercing-Träger unter Sprachstörungen leiden und ihren Mundschmuck verschlucken.
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