Washington, 15. Juli (AFP) - Die Übertragung des Aids-verursachenden Virus von HIV-positiven Schwangeren auf ihre Neugeborenen kann durch eine neue Prophylaxe offenbar effizienter verhindert werden als durch die bislang eingesetzten Methoden. Dies ergebe sich aus Versuchsreihen, die in Uganda ausgeführt wurden, gaben die US-Institute für Gesundheit (NIH) am Mittwoch (Ortszeit) bekannt. Bei der zugrundeliegenden Studie sei das Medikament Nevirapin eingesetzt worden, das im Verglich zu AZT bessere Wirkungen entfaltet habe.
Die schwangeren Frauen schluckten jeweils bei der Geburt eine Nevirapin-Pille. Den Neugeborenen wurde in den ersten drei Tagen nach der Geburt ebenfalls eine Nevirapin-Dosis verabreicht. So sei es gelungen, den Anteil der Babies, die nach gut drei Monaten HI-positiv waren, von 25,1 Prozent auf 13,1 Prozent zu senken. Bis zu 400.000 Neugeborene könnten auf diese Weise jährlich in den Entwicklungsländern vor einer HI-Infektion geschützt werden, kalkulierten die US-Gesundheitsinstitute.
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