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Beschneidung kann HIV-Infektion verhindern - Ansteckungsrisiko bei beschnittenen Männern beträgt die Hälfte

Agence France-Presse - Februar 22, 2007


Paris, 22. Februar (AFP) - Drei wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass die Beschneidung von Männern das Risiko einer HIV-Infektion mehr als halbiert. Die Veröffentlichung dieser Ergebnisse in der britischen Fachzeitschrift "The Lancet" von Freitag unterstützt damit Aufrufe zu Beschneidung, um die weitere Verbreitung der Immunschwäche-Krankheit Aids zu verhindern. Die in Kenia, Südafrika und Uganda geführten Untersuchungen ergaben demnach, dass Männer, die nicht beschnitten waren, sich zwei Mal so häufig mit dem HI-Virus ansteckten als ihre beschnittenen Geschlechtsgenossen.

Forscher in Südafrika errechneten aus ihren Daten, dass allein in der Provinz KwaZulu-Natal 35.000 neue Infektionen im Jahr 2007 verhindert werden könnten, wenn die 2,5 Millionen Männer dort beschnitten wären. Trotz dieser Ergebnisse betonten die Forscher, Aufrufe zur Beschneidung sollten nur vorsichtig erhoben werden. In einigen Kulturen werde die Beschneidung zwar als Symbol für die Manneskraft gesehen, in anderen jedoch als Entmannung gewertet. Vor allem aber bedeute eine Reduzierung des Risikos natürlich keinen hundertprozentigen Schutz - auch beschnittene Männer sollten daher Präservative nutzen.

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