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D/Gesundheit/Verbraucher: Medizin-Hotlines der Krankenkassen beraten oft mangelhaft - Stiftung Warentest bewertet nur zwei Anbieter mit "gut"

Agence France-Presse - Juli 25, 2002


Berlin, 25. Juli (AFP) - Die Medizin-Hotlines der Krankenkassen beraten häufig nur mangelhaft. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift "test" (August-Ausgabe) nach der Untersuchung von 15 Hotlines gesetzlicher und privater Kassen sowie der Hotline eines kommerziellen Anbieters. Nur die Medizin-Hotline bei der AOK Westfalen-Lippe und der Techniker Krankenkasse beraten demnach ihre Mitglieder "gut". Elf Anbieter erhielten das Urteil "befriedigend", drei erreichten nur die Note "ausreichend".

Am besten schnitten die Hotlines bei der Frage nach den für Kenia notwendigen Reiseimpfungen ab. Dagegen konnten laut Bericht nur wenige Hotlines erklären, warauf die Angehörigen von Diabetikern achten müssen. Bei der Frage zum HIV-Test wies nur die AOK Sachsen darauf hin, dass eine Infektion in den letzten drei Monaten vor dem Test nicht erkannt und ein Ansteckungsrisiko deshalb nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Das Schlusslicht im Test, die Deutsche Angestelltenkrankenkasse DAK, konnte laut "test" keine der medizinischen Fragen befriedigend beantworten. Bei Kostenfragen waren die meisten Hotlines demnach schlichtweg überfordert; in der Mehrheit der Fälle verwiesen sie an eine andere Stelle.

Die einzige kommerzielle Hotline, die für alle Anrufer unabhängig von der jeweiligen Krankenkasse zugänglich ist, brachte es im Test nur auf das Urteil "befriedigend" - und ist zudem teuer. Ein fünfminütiges Beratungsgespräch beim "Arzttelefon" kostet demnach 9,30 Euro.

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